Schloss und Gärten von Schönbrunn

Kapitel 5.1

Schutz und Management

Ein im Eigentum des Staates stehendes Unternehmen, die „Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges. m.b.H.“, verwaltet das Schloss. Die Gesellschaft soll die historischen Gebäude mit ihren Kunstschätzen erhalten und restaurieren sowie ein zeitgemäßes Kultur- und Freizeitangebot für die Besucherinnen und Besucher anbieten. Ein „kulturhistorisch-touristischer Beirat“, bestehend aus Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kunstgeschichte, Denkmalschutz und Tourismus sowie aus dem Museumsbereich, berät in allen wesentlichen Fragen zur touristischen Nutzung.

Forschungsarbeiten zur Bau- und Ausstattungsgeschichte sowie Dokumentationen zu Restaurierungen werden in der „Wissenschaftlichen Reihe Schönbrunn“ publiziert. Darüber hinaus wird durch das Netzwerk ECHONET (European Cultural Heritage Organisations Network) die Kooperation zwischen historischen Gebäuden, Museen, anderen kulturellen Organisationen und Universitäten gefördert.

Ein „Integrated Pest Management“ (IPM) sorgt dafür, dass keine Schädlinge den Bestand an Kunstwerken gefährden. Auch gegen mögliche Katastrophen wurden Vorkehrungen getroffen. Das „Damage Limitation Team“ (DLT) besteht aus 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Schlosses, sie kommen aus allen Abteilungen und wurden dafür ausgebildet, im Brandfall in Kooperation mit der Wiener Berufsfeuerwehr binnen weniger Minuten die Schätze von Schönbrunn zu retten. Nach einer von der wissenschaftlichen Abteilung definierten Prioritätenliste werden die Gegenstände in Sicherheit gebracht.