Die Kulturlandschaft Wachau

Kapitel 1.0

Welterbe „Kulturlandschaft Wachau“

Das Welterbekomitee hat am 30. November 2000 bei seiner Jahrestagung im australischen Ort Cairns das Flusstal zwischen Melk und Krems mit dem Stift Göttweig in Niederösterreich als Kulturlandschaft in die Welterbeliste aufgenommen.

„Dieser kurze Abschnitt der Donau – 36 km von insgesamt 2800 km – ist einmalig“, heißt es in der Begründung für die Aufnahme. Durch seine vielfältige Landschaftsstruktur, seine bedeutenden Kulturdenkmale und kleinstädtischen Ensembles stellt dieser Abschnitt des Donautals eine historische Kulturlandschaft von herausragendem universellen Wert dar. Natürliche Landschaftselemente – wie das gewundene Donautal, Auwälder, schroffe Felsformationen – und vom Menschen gestaltetes Kulturland – wie die Weinbauterrassen, typische Ortschaften und Flurformen, Stifte, Burgen, Ruinen – ergänzen einander. Das von Osten in die Wachau reichende warme trockene pannonische Klima ermöglicht die Kultivierung von Wein, der die Landschaft seit Jahrhunderten prägt.

Die Wachau wurde, wie es in der Begründung der UNESCO weiter heißt, schon früh besiedelt – die in der Wachau gefundene Statuette der „Venus von Willendorf“ ist 26.000 Jahre alt. Die Donau war in römischer Zeit Grenze, dann Verkehrsweg. Seit den Römern hat jede Epoche ein reiches bauliches Erbe hinterlassen, das allein schon die herausragende Bedeutung der Wachau rechtfertigen würde. Als besonderes Charakteristikum werden die Blickbeziehungen und Sichtachsen zwischen den bedeutenden Monumenten genannt: Von Stift Melk über Schloss Schönbühel, die Ruinen Aggstein, Dürnstein und Hinterhaus erstreckt sich bis zu dem bereits etwas abseits gelegenen, aber weithin sichtbaren Stift Göttweig eine Reihe von Bauwerken mit besonderer Aussicht.

Dürrnstein
Dürrnstein
Wachauer Donaulandschaft
Wachauer Donaulandschaft