Das historische Zentrum von Wien

Kapitel 2.0

Begründung der Aufnahme in die Welterbeliste

Das historische Stadtzentrum Wiens zeigt in Architektur, Stadtplanung und Landschaftsgestaltung den regen und andauernden Austausch menschlicher Werte im Laufe der letzten 2000 Jahre. Die räumliche Organisation, Dichte und Qualität der historischen Bauten legt Zeugnis über die sozio-ökonomische und kulturelle Entwicklung Wiens ab. Dieses Erbe ist Träger einer kulturellen Tradition von universellem Wert und weist Wien als Stadt der Kunst und Kultur aus.
(Kriterium ii)

Drei Perioden der europäischen kulturellen und politischen Entwicklung – Mittelalter, Barock, Gründerzeit – sind außergewöhnlich gut im städtischen und architektonischen Erbe illustriert. Die Anlage als auch die einzelnen Gebäude des historischen Stadtzentrums sind in imperialem Stil gehalten und wurden zu einem Symbol der österreichischen Geschichte.
(Kriterium iv)

Wien ist unmittelbar verbunden mit künstlerischen, besonders musikalischen Arbeiten von herausragender, weltweiter Bedeutung. Ausgehend vom Minnegesang des Mittelalters, wurde Wien bereits im 16. Jahrhundert ein Zentrum europäischer Musik. Im Hochbarock erfolgte die Etablierung der Oper. Die Wiener Klassik mit Vertretern wie Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert sowie die Walzerkompositionen von Strauss und Werke der Wiener Moderne festigen den Ruf Wiens als Musikstadt bis heute.
(Kriterium vi)